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Arbeitskreis Städtebau + Freiraumplanung: Auftragslage aktuell gut

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Das Web-Meeting des AK Städtebau und Freiraumplanung am 29. Mai 2020 unter Leitung von Prof. Ulrike Böhm diente vor allem dazu, sich über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auszutauschen.

Da das Arbeiten im Home-Office die Abstimmung im Team erschwert, stellt sich vielen Planungsbüros die Frage, wie der Workflow beim Arbeiten von zu Hause optimiert werden kann.

Abstimmungsprozesse mit und innerhalb der öffentlichen Verwaltungen werden durch die Einschränkungen der Pandemie erschwert. Entscheidungsprozesse wie auch der Start neuer Vergabeverfahren verzögern sich. Gleiches gilt für Wettbewerbe. Preisgerichtssitzungen werden verschoben oder digital durchgeführt. Reine Online-Preisgerichte sind nach Einschätzung des Arbeitskreises schwierig, weil die eingereichten Projekte nicht hinreichend erörtert werden können.

Deutlich besser sind die Erfahrungen mit verschiedenen Mischformen bzw. einer Kombination von realer und virtueller Wettbewerbsdurchführung, bspw. nach folgendem Modell: Um Infektionsgefahren zu reduzieren, halten sich die zugeladenen Sachverständigen während den Jurysitzungen in separaten Räumen auf; sie werden nur bei konkretem Beratungsbedarf zur Jury hinzu gebeten.

Die Auftragslage ist in vielen Planungsbüros aktuell gut. Aussagen zur konjunkturellen Entwicklung sind derzeit schwierig. Da die Kommunen allgemein ein Einbrechen ihrer Finanzkraft befürchten, werden diejenigen öffentlichen Projekte, die von Politik und Verwaltung als weniger systemrelevant eingeschätzt werden, bspw. die Sanierung von Plätzen und Grünanlagen, mitunter in Frage gestellt. Positiv ist anzunehmen, dass der Neubau und die Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten unverändert vorangetrieben bzw. neu projektiert werden. Abzuwarten bleibt, in welchem Umfang die Planungsbüros von den angekündigten Konjunkturpaketen profitieren können.


Quelle: bdla-Verbandszeitschrift "Landschaftsarchitekten" 3/2020

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